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Immer wieder kommt von Schülern die Frage, warum man denn immer noch von Hand zeichnen muss.

Kann das nicht längst alles am Computer gemacht werden?
Die Antwort ist Nein, es gibt viele Gründe, warum es immer noch wichtig ist, das Fach TZ zu lehren:

TZ als Sprache
Eine technische Zeichnung ist die Sprache eines Technikers. Leider wird an den Hochschulen nicht extra ein „Sprachkurs“ dazu angeboten. Es wird einfach vorausgesetzt, dass man Zeichnungen lesen und erstellen kann. Das oft angebotene Fach „Darstellende Geometrie“ ist im Vergleich zum „Fachzeichnen“ zu allgemein.

Schnelllebigkeit
In allen Berufsbildern zeigt sich die Entwicklung, dass unsere Zeit immer schnelllebiger wird. Man hat oft nicht mehr die Zeit, andere mit langen Vorträgen oder Texten zu überzeugen, das heißt, die Zeichnung als Sprache gewinnt noch mehr an Bedeutung.

Unterschiedliche und geringe Vorbildung
Nur ca. ein Drittel unserer Technikschüler hatte in seiner vorhergehenden Schullaufbahn schon einmal TZ und das auf sehr unterschiedlichem Niveau. Die einen haben ein paar Körper in der Dreitafelprojektion gezeichnet, andere komplexe Verschneidungen und Abwicklungen und wieder andere haben noch nie etwas vermaßt. Der Lehrplan von TZ an der FOS ist mehr auf die berufliche Praxis ausgelegt, wie die normgemäße Darstellung, die Bemaßung entsprechend von Arbeitsabläufen und die Darstellung von maschinenbautypischen Elementen wie Schrauben, Gewinden etc..

Dreidimensionales Denken
Des Weiteren wird in TZ die Fähigkeit zu dreidimensionalen Denken geschult.

Schulung von Gespür für Maße
Durch das Fertigen von Handzeichnungen bekommt man auf Dauer ein Gespür für Größen und Maßstäbe.

 

Gegen Ende des Schuljahres wird am Computer mit einem CAD-Programm (Inventor) gezeichnet. In einem Gruppenprojekt nehmen sich die Schüler ein Objekt ihrer Wahl vor, das sie modellieren und  animieren.
Hier ein Beispiel, ein Autokran.

 

Der Unterricht im Fach Technisches Zeichnen findet im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung statt.